Tuesday , October 15 2019
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Wirtschaft: SBO: "Gutes Jahr, aber kein Rekordjahr"



"In Nordamerika ist die Kostendisziplin der Operators, also der Explorations- und Produktionsgesellschaften, ein bisschen größer als Anfang des Jahres noch erwartet", sagte Grohmann am Donnerstag zur APA. "Das heißt nicht, dass das Geschäft total einbricht, aber hier ist eine große Budgetdisziplin auf der Kundenseite erkennbar." Das sehe man auch am Rig Count (Anzahl der Ölbohranlagen, Anm.): "International steigt der Rig Count von Woche zu Woche in Nordamerika geht er von Woche zu Woche leicht zurück – also kein dramatischer Einbruch, aber infl eine deutliche Verlangsamung, und das spiegelt sich in unseren Zahlen wieder. "

Nettogewinn liegt bei 17,2 Mio. Euro

Der Umsatz der SBO stieg im ersten Halbjahr um 18 Prozent auf 236.2 Mio. Euro, das operative Ergebnis (EBIT) wuchs ebenfalls um 18 Prozent auf 37.9 Mio. Euro und das Ergebnis vor Steuern legte um fast die Hälfte auf 27.4 Mio. Euro zu. Unterm Strich blieb ein Nettogewinn von 17.2 Mio. Euro, nach 13.2 Mio. Euro in der ersten Jahreshälfte 2018. Der Auftragseingang legte auf 247.8 Mio. Euro leicht zu, der Auftragsstand betrug Ende Juni 2019 112.1 Mio. (31. Dezember 2018: 97.7 Mio. Euro).

Schoeller Bleckmann Rohre

SBO

Die internationale Nachfrage an SBO-Produkten springe jetzt an, sagte SBO-Chef Gerald Grohmann am Donnerstag

Die Netto-Verschuldung stieg aufgrund von Dividendenausschüttungen und Kaufpreiszahlungen für den Erwerb von Minderheitsanteilen leicht auf 67.5 Mio. Euro (31.Dezember 2018: 62.5 million Euro). Der Bestand an liquiden Mitteln betrug 227.0 Mio. Euro (31.Dezember 2018: 241.5 Euro Mio). Der operative Cashflow hielt im ersten Halbjahr 2019 at 38.2 Mio. Euro (1-6 / 2018: 9.3 Mio. Euro). Die Investitionen (CAPEX) lagen bei 15.9 Mio. Euro (1-6 / 2018: 16.4 Mio. Euro).

Unternehmen sieht sich "strategisch gut positioniert"

Grohmann sieht sein Unternehmen strategisch gut positioniert: Während man in den Jahren 2017/18 sehr stark vom raschen Anziehen des nordamerikanischen Marktes profitiert habe – "da hat der internationale Markt noch gedümpelt" -, springe jetzt die internationale Nachfragerika, was in Nord kompensiere.

Dass die Analysten einiger großer Banken das Kursziel für die SBO-Aktie zuletzt deutlich zurückgenommen haben, begründet der SBO-Chef mit davor überzogenen Erwartungen. "Unser Kurs hat sich in der Vergangenheit immer sehr nahe am Ölpreis bewegt. Der Ölpreis ist in den letzten drei Monaten von 70, 80 Dollar runtergegangen auf jetzt rounds 58. Wir liegen jetzt mit unsersem Kurs genau zwischen WTI und Brent. “Die SBO-Aktie legte am Donnerstag bis 9.45 Uhr um 0.9 Prozent auf 58, 50 Euro zu. Der Brent-Preis beträgt derzeit rounds 60 Dollar, ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) rounds 55.5 Dollar.

Im zweiten Halbjahr 2019 will SBO die beiden Well-Completion-Tochtergesellschaften Downhole Technology (Houston) und Resource Well Completion Technologies (Calgary), unter dem Namen "The WellBoss Company" zusammenführen. Die beiden Standorte sollen erhalten bleiben. "Ich war letzte Woche oben und haben den Mitarbeitern gesagt, dass keine Jobs gestrichen werden", sagte Grohmann. Die beiden Unternehmen würden sich gut ergänzen, "das ist keine cost cutting exercise".


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